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'Herzfrequenzspiele' - 17.03.2016 11:00

FCB mit 'Moral und Charakter' ins Viertelfinale

Von „magischen Nächten“ und der „Jagd nach Toren“ sangen einst die italienischen Rocksänger Gianna Nannini und Edoardo Bennato in ihrer offiziellen Hymne zur Fußball-WM 1990 in Italien. Selten dürfte diese Liedzeile in den vergangenen 26 Jahren jedoch so zutreffend gewesen sein, wie im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinales zwischen dem FC Bayern und Juventus Turin am Mittwochabend, in dem sich der deutsche Rekordmeister mit einem kaum noch für möglich gehaltenen 4:2 (2:2, 0:2)-Erfolg nach Verlängerung für das Viertelfinale qualifizierte.

„Es war ein sehr emotionales Spiel“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach dem Schlusspfiff und sprach von einem „Déjà-vu im umgekehrten Sinn zum Hinspiel“. 2:0 führte der FCB vor drei Wochen in Turin, ehe Juve noch zum 2:2 ausgleichen konnte. Am Mittwoch waren es die Münchner, die ein 0:2 aufholten und sich erst durch einen Treffer in der Nachspielzeit in die Verlängerung retteten. „Das sind Herzfrequenzspiele“, brachte es Rummenigge kurz und knapp auf den Punkt.

Juve überrascht alle

Dabei sah es zunächst so aus, als ob es allein für die Vecchia signora eine notte magica in der mit 70.000 Zuschauern ausverkauften Allianz Arena werden sollte. Paul Pogba (5. Minute) und Juan Cuadrado (28.) hatten die forsch auftretenden Gäste in der ersten Halbzeit mit 2:0 in Führung gebracht. „Es sah nicht gut aus nach dem 0:2, weil Juve auch taktisch großartig gespielt hat. Alles das, was man vorher nicht erwartet hatte. Damit haben sie alle ein Stück überrascht“, räumte Rummenigge hinterher ein.

Während der FC Bayern lange Zeit keine Mittel fand, die Italiener in Bedrängnis zu bringen, hatten diese mehrfach die Gelegenheit, das Duell zu ihren Gunsten zu entscheiden. „Ein drittes Gegentor wäre wahrscheinlich das Ende unserer Champions-League-Träume gewesen“, so Rummenigge. Dass der FC Bayern - angetrieben von einem bärenstarken Arturo Vidal - Mitte der zweiten Halbzeit „gut zurückgekommen“ ist, lag vor allem an den Auswechslungen, die beide Trainer in der Folgezeit vornahmen.

Wechsel bringen die Wende

Juve-Trainer Massimiliano Allegri nahm mit Sami Khedira, Alvaro Morata und Cuadrado die drei prägenden Figuren aus dem Spiel, auf der anderen Seite leitete Pep Guardiola mit der Hereinnahme von Kingsley Coman die Wende ein. Am 1:2 von Robert Lewandowski (73.) war der 19-Jährige ebenso beteiligt wie am  Last-Minute-Ausgleich von Thomas Müller (90.), den er direkt vorbereitete. „Gott sei Dank kam noch eine - und dann hat’s halt gescheppert“, beschrieb Müller die Maßflanke zu seinem 35. Champions-League-Treffer. Beide Münchner Tore fielen unmittelbar nach den Auswechslungen der Turiner.

Und auch mit der Einwechslung von Thiago in der Verlängerung bewies Guardiola ein glückliches Händchen. Gerade einmal sieben Minuten stand der Edeltechniker auf dem Platz, als er einen Doppelpass mit Müller gekonnt zur 3:2-Führung vollendete (108.). Für den Schlusspunkt sorgte dann Coman (110.) selbst, als er in Arjen-Robben-Manier den 4:2-Endstand erzielte. „Die Mannschaft hat heute Moral und Charakter bewiesen“, lobte Rummenigge. „Das sind Spiele, die die Mannschaft zusammenschweißen und die einen auch weit bringen können.“

Mit Spannung richtet sich der Blick der Bayern nun nach Nyon, wo am Freitagmittag die Auslosung des Viertelfinales stattfindet. Mit dem FC Barcelona, Real Madrid oder Paris St. Germain könnte es erneut zu einer Herkules-Aufgabe für den FCB kommen, aber auch die anderen qualifizierten Teams haben Qualität und sind nicht zu unterschätzen. Sicher ist nur eines: Mindestens einmal könnte es in dieser Saison noch eine „magische Nacht“ in der Allianz Arena geben.

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