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Interview - 07.01.2016 09:00

Lahm: 'Alles verfeinern und verbessern'

Schwarzwald, Malaga, New York, Shanghai, Dubai, Tokio oder jetzt wieder Katar - Philipp Lahm ist bei Trainingslagern mit dem FC Bayern viel herumgekommen. Und die Liste ist noch lange nicht komplett. „Es dürfte ungefähr mein 22. Trainingslager sein“, rechnet der FCB-Kapitän im Gespräch mit fcbayern.de aus. Im Interview blickt der 32-Jährige zurück auf Medizinbälle unter Felix Magath, erzählt von dem Hotspot im Trainingslager, einem leidigen Schafkopf-Problem und gibt ein klares Ziel für die Rückrunde aus: „Am Ende müssen Titel dastehen.“

Das Interview mit Philipp Lahm:

fcbayern.de: Philipp, das wievielte Trainingslager bestreitest du gerade?
Lahm: (rechnet) „Hm, ich bin jetzt zwölf Jahre Profi... Ein paar Mal war ich verletzt... Also dürfte es ungefähr mein 22. Trainingslager sein.“

fcbayern.de: Du hast Trainingslager bei vielen verschiedenen Trainern erlebt: bei Hermann Gerland, Ottmar Hitzfeld, Felix Magath, Louis van Gaal, Pep Guardiola, um nur einige zu erwähnen. Bei wem waren die Trainingslager am härtesten?
Lahm: „Bei Felix Magath. Da standen im Trainingslager Laufen und Kraft-Zirkeltraining an vorderster Stelle. Das war teilweise eine echte Quälerei und nicht zu vergleichen mit einem Trainingslager wie jetzt bei Pep Guardiola.“

fcbayern.de: Bei Magath hat der Medizinball eine der Hauptrollen im Trainingslager gespielt. Jetzt arbeitet ihr auch in der Vorbereitung fast immer mit dem Fußball.
Lahm: „Die Zeiten haben sich einfach geändert. Ich würde nicht sagen, dass es früher schlechter war. Es war einfach anders. Auch heute steht die Konditionsarbeit im Vordergrund. Aber für uns Spieler ist es schon angenehmer, wenn man dabei mehr den Ball am Fuß hat.“

fcbayern.de: Warum ist die Zeit im Trainingslager wertvoller im Vergleich zu normalen Trainingseinheiten zuhause?
Lahm: „Zum einen weil gerade im Januar die Bedingungen woanders besser sind als bei uns in München. Zum anderen arbeitet man noch fokussierter. Es gibt keine Ablenkung. Man ruht sich zwischen zwei Trainingseinheiten gezielt aus, fährt auch nach der zweiten Trainingseinheit nicht sofort nach Hause, lässt sich behandeln. Man hat viel Zeit für sich und seinen Körper.“

fcbayern.de: Inzwischen bist du 32 Jahre alt. Gehst du da ein Trainingslager anders an als noch als 20-Jähriger?
Lahm: „Ich reise heute auf jeden Fall mit einem anderen Gefühl in eine Trainingslager-Woche. Inzwischen habe ich Familie und es ist immer schade, wenn ich von zuhause weg muss. Als junger Mann hat man sich nicht so viele Gedanken gemacht, wenn man ins Trainingslager gefahren ist.“

fcbayern.de: Bis vor wenigen Tagen hattet ihr noch Urlaub. War die freie Zeit auch eine sportfreie Zeit für dich?
Lahm: „An den ersten Tagen absolut. Da wollte ich abschalten und den Kopf frei von Fußball bekommen. Dann habe ich aber wieder angefangen zu laufen und in Bewegung zu kommen, um bereit zu sein für die Rückrundenvorbereitung.“

fcbayern.de: Ihr habt in der Hinrunde einen dominanten, variablen und erfolgreichen Fußball gespielt. Was gilt es jetzt zu verbessern?
Lahm: „Man kann immer alles verfeinern und verbessern. Daran arbeiten wir auch jetzt wieder. Wichtig ist außerdem, dass die verletzten Spieler zurückkommen und der Kader langsam wieder vollzählig ist. Wir haben in der Hinrunde eine gute Basis für die Saison gelegt. Aber man muss immer die ganze Saison sehen. Am Ende müssen Titel dastehen.“

fcbayern.de: Abseits von Training und Pflege gibt es im Trainingslager auch ein bisschen Freizeit. Was machst du in den freien Stunden?
Lahm: „Ich habe ein paar Bücher dabei, schaue Filme. Oft trifft man sich aber einfach bei den Physios. Das ist immer der Treffpunkt im Trainingslager. Da sind immer viele Leute, da ist immer Unterhaltung und nebenbei kann man sich noch behandeln lassen. Was gibt es Besseres?“

fcbayern.de: Gibt es noch eine Schafkopfrunde im Trainingslager?
Lahm: „Leider nicht mehr. Wir hatten in den letzten Jahren bittere Abgänge zu verkraften und jetzt fehlt uns ein Spieler. Es sind nur noch Thomas (Müller, d. Red.), Manu (Neuer) und ich. Das ist schade.“

fcbayern.de: Nach dem Training sieht man dich häufig mit anderen Spielern noch beim Lattenschießen. Da geht es engagiert und hochemotional zur Sache. Stehen im Trainingslager neue Runden auf dem Programm?
Lahm: „Ich bin mir sicher, dass es die eine oder andere Session geben wird. Das ist lustig, macht Spaß. Wichtig ist nur, dass man möglichst schnell Punkte sammelt, um am Ende nicht zum sogenannten Arschbolzen im Tor zu stehen. (lacht) Aber bis jetzt kann ich mich nicht beschweren.“

Das Interview führte: Nikolaus Heindl.

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