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Guardiola peppt Kimmich - 06.03.2016 14:00

'Ich liebe diesen Jungen. Er hat absolut alles'

Es musste einem Angst und Bange werden. Pep Guardiola hatte die Augen aufgerissen. Gestikulierte wild mit den Armen. Stand Stirn an Stirn mit Joshua Kimmich auf dem Rasen des Dortmunder Stadions und redete lautstark auf den 21-Jährigen ein. Was aussah wie eine Standpauke, war in Wirklichkeit eine Nachhilfestunde der ganz besonderen Art. „Direkt nach dem Spiel, da sind die Emotionen dabei“, meinte Kimmich zum pädagogischen Ausbruch seines Trainers, der nur Sekunden nach dem Abpfiff offensichtlich einiges ganz genau erklären wollte. Kimmich hörte aufmerksam zu, nickte immer wieder - dann drückte Guardiola seinen Schützling an sich.

„Ich habe ihm gesagt, dass er vielleicht einer der besten Innenverteidiger der Welt ist“, erzählte der FCB-Chefcoach später, „ich liebe diesen Jungen.“ Gerade hatte Kimmich beim 0:0 in Dortmund zum wiederholten Male eine starke Leistung abgeliefert. Zum sechsten Mal hatte er in der Innenverteidigung ausgeholfen, zum vierten Mal hatten die Bayern zu null gespielt. „Joshua Kimmich hat ein tolles Spiel gemacht“, war Guardiola kein Superlativ zu viel für den etatmäßigen Mittelfeldspieler: „Großes, überragendes Wahnsinns-Kompliment!“

64 Prozent gewonnene Zweikämpfe, 123 Ballkontakte,  94,7 Prozent angekommene Pässe - das waren Kimmichs herausragende Werte beim Duell mit Dortmund. „Mit ihm haben wir einen sehr guten Verteidiger und einen guten Aufbauspieler“, lobte Guardiola Konzentration, Kopfballstärke und Kimmichs „Persönlichkeit mit dem Ball. Ich mag das Arbeiten mit diesen Spielern, die lernen wollen. Er hat den Wunsch, den Willen, die Leidenschaft. Er hat absolut alles.“

'Es hat Spaß gemacht'

Kimmich selbst fand das Tête-à-Tête mit Guardiola nach dem Schlusspfiff „super. Es macht einen guten Trainer aus, dass er nie zufrieden ist und immer versucht, einen zu verbessern. Er will immer das Maximum aus einem rausholen. Nach dem Spiel hat er ein paar Dinge gesagt, die ich hätte besser machen müssen.“ Konkret ging es um Kimmichs Position nach der Auswechslung von Xabi Alonso, durch die er in den letzten Spielminuten ins Mittelfeld vorrückte. „Ich stand einen Tick zu hoch.“

Auch wenn es immer etwas zu verbessern gibt: Nach den Verletzungen von Jérôme Boateng, Holger Badstuber und Javi Martínez hat Kimmich die Lücke in der Abwehr geschlossen. „Ich denke, wir machen es ganz ordentlich da hinten“, meinte der 21-Jährige, der in der letzten Saison noch in der zweiten Liga kickte und jetzt erstmals vor mehr als 81.000 Zuschauern in Dortmund auflief. „Es ist ein Höhepunkt, hier mal spielen zu dürfen. Gerade in der Konstellation Erster gegen Zweiter“, sagte er, „es hat Spaß gemacht.“

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