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19. Geburtstag - 05.08.2014 08:00

Hojbjerg: 'Ich werde Pep nicht enttäuschen'

Die Bayern-Fans erinnern sich. Wie dieser 18-Jährige im Pokalfinale aufspielte, ohne Angst, ohne Nervosität. Neben seinem Debüt für die dänische Nationalmannschaft war diese Nacht in Berlin der Höhepunkt des vergangenen Lebensjahres von Pierre-Emile Hojbjerg, der am Dienstag in den USA seinen 19. Geburtstag feiert. Doch gleichzeitig liegt auch die „schlimmste Zeit seines Lebens“ hinter ihm. Hojbjergs Vater verstarb im April 2014 an Krebs. Im Geburtstags-Interview mit fcbayern.de aber verrät Bayerns großes Mittelfeldtalent: „Mittlerweile kann ich sagen, dass mich diese Erfahrung stärker gemacht hat.“ Nun sei er bereit, auch beim FC Bayern den nächsten Schritt zu machen.

fcbayern.de: Pierre, alles Gute zum Geburtstag! Wir sind im Trainingslager in den USA - darf dennoch zumindest ein bisschen gefeiert werden?
Hojbjerg: „Naja, vielleicht stoßen wir mit einem Glas Wasser an. (lacht) Es ist auch ohne Feier ein außergewöhnlicher Tag für mich. Ich darf an meinem Geburtstag als Spieler des FC Bayern unterwegs sein - ein Traum!“

fcbayern.de: Es ist viel passiert im vergangenen Jahr. Du bist Deutscher Meister geworden. Und dann durftest du beim Pokalsieg in Berlin von Anfang an auf dem Platz stehen...
Hojbjerg: „Ja, das werde ich definitiv nie vergessen. So ein Spiel auf so einer Bühne. Mit ein bisschen Glück habe ich damals meine Chance bekommen. Naja, und ich denke, ich habe das ganz gut gelöst.“

fcbayern.de: Bist du insgesamt zufrieden mit deiner Entwicklung?
Hojbjerg: „Ich habe einen großen Schritt gemacht. Vor einem Jahr war ich noch ein Jugendspieler, jetzt fühle ich mich als Bestandteil der Mannschaft. Wenn Pep mir die Chance gibt, werde ich ihn nicht enttäuschen. Ich bin bereit, Spielpraxis zu sammeln.“

fcbayern.de: Leider hast du vor einigen Monaten deinen Papa verloren. Wie geht es dir mittlerweile damit?
Hojbjerg: „Das war die schlimmste Zeit meines Lebens und wird immer ein schwarzer Punkt bleiben. Aber: Mittlerweile kann ich sagen, dass mich diese Erfahrung stärker gemacht hat. Mein Papa ist eine große Motivation für mich, er ist jeden Tag in meinem Herzen. Danke an alle, die mir geholfen haben. Danke auch an Karl-Heinz Rummenigge...“

fcbayern.de: ...warum?
Hojbjerg: „Er hat mich damals zu sich ins Büro geholt und meinte, dass es immer wieder Krisen im Leben gibt. Entweder man lässt sich hängen, oder man geht daraus gestärkt hervor. Das hat mir Kraft gegeben, ich habe wieder Licht am Ende des Tunnels gesehen.“

fcbayern.de: Wer sind im Team deine wichtigsten Ansprechpartner?
Hojbjerg: „Franck Ribéry redet viel mit mir. Auch Holger Badstuber. Er beeindruckt mich. Wie er nach seiner Verletzung zurückgekommen ist, Wahnsinn. Irgendwie haben wir eine spezielle Verbindung zueinander. Wahrscheinlich, weil auch er eine Leidenszeit hinter sich hat.“

fcbayern.de: Auffällig ist deine für einen 19-Jährigen sehr kräftige Statur. Veranlagung? Oder hartes Training?
Hojbjerg: „Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, ich tue nichts dafür. (lacht) Es ist ein Mix aus beidem. Mein Bruder ist kräftig, mein Papa war eine Maschine. Aber natürlich achte ich auch sehr darauf, das Richtige zu essen und wie ein Leistungssportler zu leben. Nur so habe ich eine Chance, mich beim FC Bayern durchzusetzen.“

fcbayern.de: Die USA-Reise biegt auf die Zielgerade ein. Wie gefällt es dir bislang?
Hojbjerg: „Super. Es ist ja schließlich mein erstes Mal hier in den USA. New York war etwas ganz Spezielles. Die Bootstour vor der Skyline von Manhattan, puh, echt beeindruckend. Für mich aber auch emotional, weil ich es immer noch nicht so richtig begreifen kann, dass da mal die beiden Twin Towers des World Trade Centers standen…“

fcbayern.de: Hast du Probleme mit der Zeitverschiebung? In Portland sind es ja jetzt sogar neun Stunden.
Hojbjerg: „Ich bin so müde vom Training, dass ich mittlerweile relativ gut schlafe. Die Bedingungen sind top: Platz, Hotel, Essen. Wir können nicht klagen. Ein Verein wie der FC Bayern muss so eine Reise im Sommer machen. Wir stecken das schon weg, da können unsere Fans beruhigt sein. Real Madrid macht das, Barcelona, Manchester United. Das ist ganz normal.“

fcbayern.de: Demnächst stoßen die Weltmeister zum Team. Bist zu zufrieden mit dem aktuellen Leistungsstand der Mannschaft?
Hojbjerg: „Wir sind schon ganz gut in Form. Taktisch gibt es noch einiges zu tun, aber wir machen Fortschritte. Auffällig ist der Teamspirit. Alle begegnen sich mit viel Respekt. Ich habe ein gutes Gefühl.“

fcbayern.de: Wie groß die Vorfreude auf das MLS-Allstar-Spiel, bevor es dann zurück nach München geht?
Hojbjerg: „Das wird ein cooles Spiel, glaube ich. Die Amerikaner ziehen das sicher riesig auf, das wird großes Kino. (lacht)

Das Interview führte: Nikolai Kube.

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